Technik Ecke:
Wir möchten nicht nur verkaufen, sondern auch informieren. Deshalb erklären wir hier die einzelnen Tuningmaßnahmen im Detail. Falls Ihr noch weitere Fragen haben sollt bitten wir diese per Mail an uns zu richten.
Tuningzylinder:

Die wohl beste und effektivste Art die Leistung zu steigern. Die Leistungssteigerung bei solchen Zylindern erfolgt durch den größeren Hubraum und den schärferen Steuerzeiten. Ein guter Zylinder sollte immer als Basis für weitere Tuningmasnahmen genommen werden. Die Leistung lässt sich durch die Verwendung größerer Vergaser und Rennauspuffanlagen noch weiter gesteigert werden. Vorraussetzung für die Verwendung ist das alle Motorteile wie z.B Kurbelwelle, Lager usw. in einwandfreien Zustand sind, um einen Reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Besser wäre es den Motor mit einer verstärkten Kurbelwelle samt Lager auszurüsten. Die Verwendung einer verstärkten Kupplung ist ebenfalls anzuraten, da die Originale mit der Leistungssteigerung meist überfordert ist. Auf jedenfall muss die Vergaserbedüsung angepasst werden. Der Einbau und die Abstimmung sind nicht unbedingt für jene zu empfehlen bei dem sich das technische wissen auf tanken und Luftdruckprüfen beschränkt.
Rennauspuffanlagen:

Durch den speziellen Resonanzkörper wird eine Leistungssteigerung überwiegend im oberen Drehzahlberreich erreicht und zudem steigt auch die Höchstdrehzahl des Motors. In Verbindung mit Tuningzylindern und Vergaseranlagen wird eine massive Leistungssteigerung erziehlt. Dabei ist allerdings zu beachten Das Zylinder und Auspuffanlagen vom gleichen Hersteller eigendlich immer am besten zusammen harmonieren da sie meistens aufeinander abgestimmt sind. Bei der Verwendung von einer Rennauspuffanlage sollte auf jedenfall der Vergaser neu abgestimmt werden und ausserdem eine Zündkerze mit möglichst hohem Wärmewert verbaut sein.
Rennvergaserkits:

Durch die Verwendung von Rennvergaserkits mit größerem Querschnitt wird dem Motor ermöglicht mehr Gemisch anzusaugen - Mehr Gemisch = Mehr Leistung. Bei der Wahl des entsprechend großen Vergasers spielt der Hubraum eine große Rolle. Es macht keinen Sin einen 30mm Vergaser auf einen sonst originalen 50ccm Motor zu Stricken.
Ein ganz wichtiger Punkt ist auch die richtige Haupddüse.Alle Vergaseranlagen werden mit einer Grundbedüsung ausgeliefert die aber nicht automatisch die richtige ist. Fakt ist das jeder Vergaser im Fahrversuch individuell auf den jeweiligen Motor abgestimmt werden muss. Bei jeder weiteren Änderung am Motor ist die Vergaserabstimmung erneut vorzunehmen.
Da dies ein gewisses Maß an Erfahrung und Fachkenntniss erfordert , empfehlen wir diese Arbeiten nur Schraubern die wissen was sie tun.

Tuningkurbelwellen:

Der Sinn in einer Tuningkurbelwelle liegt eigentlich in erster Linie in deren Beschaffenheit. Die Wellen sind aus Spezialstahl gefertigt und besitzen verstärkte Pleuellager. Desweiteren sind sie Feinstgewuchtet und somit absolut Hochdrehzahlfest. Ein toller Nebeneffekt sind die Vollwangen durch die eine Verringerrung des Kurbelkammervolumens erreicht wird.
Dies ermöglicht eine höhere Vorverdichtung und somit bessere Füllung des Zylinders mit Gemisch.
Wer also längere Zeit Freude an senem Motor haben will sollte auf jeden Fall eine Tuningkurbelwelle samt verstärkten Kurbelwellenlager verbauen.
Tuning CDI´s:

Die sogenannte "Blackbox" ist dafür Verantwortlich das der Motor in jedem Betriebszustand den richtigen Zündzeitpunkt bekommt. In Zeiten von Abgasvorschriften und Emmissionswerten ist die Originale CDI eher eine "Spassbremse", hinzu kommt noch das manche Motoren von Werk aus auf den Elektronischen Weg gedrosselt sind.
Unsere Tuning CDI´s haben ein speziell auf den jeweiligen Fahrzeugtyp optimiertes Zündkennfeld und in Verbindung mit Hochleistungszündspulen gehöhren Zündaussetzer bei sehr hohen Drehzahlen der Vergangenheit an. Mit diesen CDI´s wird bei anderen Tuningmaßnahmen erst deren eigendliche Leistung freigesetzt.
Fazit:

Für welche Tuningmaßnahme man sich entscheidet ist jedem selber überlassen, ganz nach Laune und Geldbeutel.
Fakt ist, das man nur den gewünschten Effekt hat wenn die Basis stimmt. Es macht also keinen Sinn Das Komplette Tuningprogramm auf ein vielleicht schon verschlissenes Getriebe mit ausgeleierter Kurbelwelle zu stecken das dann nach wenigen Kilometern den Geist aufgiebt und so manche teueren Tuningkomponenten gleich mitnimmt.
Natürlich erreichen getunte Motoren keine Original Kilometerlaufleistungen, aber wenn ihr darauf achtet sie immer "warmzufahren" und die Vergaserabstimmung passt kann man lange daran Freude haben.

Welche Tuningmaßname ist sinnvoll???

Im großen und ganzem kommt es eigendlich darauf an wieviel Geld man ausgeben möchte
Um ein maximum an Leistung zu erreichen gehen wir wie bei unseren Wettbewerbs Rennmotoren vor.
Motor komplett zerlegen und alle Teile die Weiterverwendet werden sollen gründlich überprüfen und reinigen.
Tuningkurbelwelle mit verstärkten Kurbelwellenlager verbauen. Dabei ist unbedingt darauf zu achten das die Lager nicht mit dem Hammer auf die Welle geschlagen werden!!! Besser ist es die Lager (z.B. im Ofen o.ä) zu erhitzen und dann auf die Welle zu schieben.
Dann wird der Motor am besten mit einem Hubraumstarken Tuningzylinder bestückt.
Danach einen möglichst großen Vergaser samt Tuningmembrane verbauen.
Das ganze komplettiert man dann am besten mit einem Rennauspuff vom gleichen Hersteller wie der des Zylinders und wenn möglich tauscht man die Original Blackbox gegen eine Tuning CDI.
Das Ergebnis ist ein einigermaßen haltbarer Motor der ein maximales Leistungspotential hat.

Tipps zum Einfahren:

Aus eigenen Erfahrungen empfehlen wir bei der Einfahrphase folgende Regeln zu beachten:
Tuningzylinder "immer" mit Originalauspuff und etwa 10-15% größer bedüsten Originalvergaser einzufahren
Damit könnt ihr sicher sein das nicht ein eventuell falsch bedüster Tuningvergaser schon im Vorfäd den teueren Zylinder vernichtet.
Die ersten 500 km sollte der Betriebswarme Motor nicht über 7000 U/min gedreht werden,danach leicht die Drehzahl bis 1000 km steigern.
Wir empfehlen die Verwendung von vollsynthetischem Öl.
Bei Maschienen mit Getrenntschmierung sollten in der Einfahrphase ca. 3% Öl in das Benzin gemischt werden. Im übrigen empfehlen wir sowieso auf die Getrenntschmierung ganz zu verzichten und selber zu mischen. Das verhindert auf jedenfall vorzeitige Motorschäden wegen verschlissener Ölpumpen.
Als Mischungsverhältniss hat sich bei unseren Maschinen 1:33 bewährt.
Falls Ihr hierzu noch weitere Fragen habt mailt uns einfach:
technik@2strokeparts.de